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Pop-Report vom 26.07.2010 |
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CD Kritik
The Bewitched Hands: "Hard To Cry"
Nur eine Debüt-EP und doch ein großes Pop-Versprechen
Beim ersten Hören der The Bewitched Hands On Top Of Our Heads bleibt einem vor Staunen der Mund offen stehen: Der Titeltrack ihrer EP "Hard To Cry" startet als vielstimmiger Chor engelsgleicher Stimmen, der in der zweiten Hälfte in einen mitreißenden Boheme-Indie-Pop explodiert; grandios melodiös, irgendwo zwischen Stone Roses, Arcade Fire oder Grizzly Bear und im Hintergrund reiben sich die Beach Boys mit diebischer Freude die Hände.
Die restlichen drei Tracks sind nicht ganz so wuchtig, bestätigen aber das Versprechen, dass wir hier vielleicht dem ersten Lebenszeichen einer ganz großen Band beiwohnen dürfen: das lockere "Out of Myself" geht in nur einer Minute durch die Decke, für das schräge Hitpotential des zweiminütigen "Iīm Slim" würden viele Songwriter ihre rechte Hand geben und das folkige "End of the Night" ist mit somnambuler Leichtigkeit eine der besten Beatles-Hommagen seit langem.
Unbekümmert frisch geht das Sextett, das überraschenderweise nicht aus Kanada, sondern aus Frankreich stammt, hier zu Werke; als ob die Musikgeschichte nur darauf gewartet hätte, von ihnen als Spielplatz auserkoren zu werden. Die fünf Jungs und ein Mädchen aus Reims, alle singen und alle schreiben Songs, haben jetzt schon zahllose Kritiker mit ihrer Mischung aus Sixties, Britpop und Indie-Rock zu begeisterten Hymnen hingerissen und hart gesottene Rock-Zyniker zu Fans bekehrt. Bleibt zu hoffen, dass das für den Herbst 2010 angekündigte Debütalbum von The Bewitched Hands diese Vorschusslorbeeren rechtfertigt.
Zusätzlich zur gerade erschienenen EP (Savoir Faire) gibt es den ebenfalls grandiosen Track "I Donīt Know" als free download.
www.myspace.com/handsbewitched. (ra) |
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