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Pop-Report vom 23.07.2010 |
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CD Kritik
Tired Pony: "The Place We Ran From"
Snow Patrol-Sänger Gary Lightbody outet sich als Americana-Fan
"We were just a bunch of guys making a record for fun", sagt Snow Patrol-Sänger Gary Lightbody über sein Projekt Tired Pony, dessen Debütalbum "The Place We Ran From" am 23. Juli 2010 erscheint.
Zum "Freundeskreis" Lightbodys gehören neben Troy Stewart und Iain Archer, die beide erweiterte Snow Patrol-Mitglieder sind, auch Belle & Sebastian-Drummer Richard Colburn und R.E.M.-Gitarrist Peter Buck sowie Scott McCaughey, der bei der Band aus Athens seit 1994 regelmäßig aushilft. Bei einem Song griff außerdem Tom Smith von den Editors zum Mikrofon. Produziert wurde "The Place We Ran From" vom Indie-Fachmann Garret ‘Jacknife’ Lee, der neben R.E.M., Bloc Party oder Weezer auch "Final Straw" betreut hat, das Album mit dem Snow Patrol 2003 ihren kommerziellen Durchbruch geschafft haben.
Angesichts dieses Aufmarsches bekannter Namen kann man durchaus von einer Indie-Supergroup sprechen. Dafür kommt "The Place We Ran From", das in nur acht Tagen aufgenommen wurde, dankenswerterweise sehr entspannt um die Ecke. "I wanted to make a very American record. It’s inspired by my love of Wilco, Calexico, Lambchop, Palace, Smog, these bands that look at the darkness in America. I wanted to write a twisted love-letter to the States", beschreibt Lightbody den Sound des neuen Albums.
Tatsächlich sind die meistens Tracks akustische Americana-Songs in der Tradition von Wilco bzw. Uncle Tupelo. Highlights sind das beschwingte "Point Me At Lost Islands" und die gespenstische Ballade "The Good Book", veredelt mit Tom Smiths düsterem Gesang. Für Abwechslung sorgen die Indie-Rock-Tracks "Pieces" und "Dead American Writers". So ganz kann Gary Lightbody aber dann doch nicht aus seiner Haut und so klingt in Songs wie "Get On The Road" deutlich Snow Patrol heraus.
Gary Lightbody bezeichnet Tired Pony als "Herzensprojekt", bei dem alle Beteiligten ihren Spaß hatten. Dafür spricht auch das Ergebnis: "The Place We Ran From" ist nicht der große Wurf einer Supergroup, sondern ein feines, unaufgeregtes Album von und für Americana-Fans.
Video "Dead American Writers"
www.tiredpony.com (ra) |
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