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Pop-Dialog vom 29.08.2013
Von der Küche auf die Bühne
Um letztes Jahr bei der neunten Staffel der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ teilnehmen zu können, hat der damals 16-jährige Daniele Negroni seine Ausbildung zum Koch abgebrochen. Diese Entscheidung hat sich eindeutig ausgezahlt, denn der Sänger schaffte es nicht nur ins Finale der Show, sondern hat mittlerweile auch einen Plattenvertrag bei Universal. Anfang des Jahres hat Daniele bereits sein zweites Album „Bulletproof“ veröffentlicht und setzt im September seine dritte Tour fort. Zuvor hat er sich allerdings noch kurz Zeit für ein Telefonat mit Pop100 genommen.

Pop100: Wie ist das jetzt eigentlich für dich, dass du jetzt so im Rampenlicht stehst?

Daniele: Das ist ein cooles Gefühl, absolut. Es gibt schon Situationen, da ist es manchmal ein bisschen ungewohnt, aber es ist schon echt cool, macht Spaß. Ich genieß das in vollen Zügen, denn ich weiß ja nicht wie lange das noch so weiter geht. Dass man im Rampenlicht steht, so würde ich es aber nicht ausdrücken. Ich sag mal, ich stehe in der Öffentlichkeit und mache für die Leute Musik, aber im Rampenlicht stehe ich erst, wenn ich mal so weit bin wie Justin Bieber.

Pop100: Wie hat sich dein Alltag verändert? Ich mein, du warst Kochlehrling und jetzt stehst du auf der Bühne. Wie groß war die Veränderung und was ist jetzt anders?

Daniele: Anders ist, dass ich jetzt kein Messer mehr in der Hand hab, sondern ein Mikrophon und dann natürlich, dass ich auf der Straße erkannt werde. Die Leute reden mit einem, die sprechen mich an. Und ich bin erwachsener geworden, ich gucke anders ins Leben. Der Unterschied ist natürlich schon groß, so von der Küche auf die Bühne, aber ich sag immer: Ich bin jetzt der singende Koch.

Pop100: Stört dich das, wenn du ständig erkannt wirst, weil du dann wenig Zeit für dich hast oder gefällt dir das?

Daniele: Das stört mich gar nicht, ganz im Gegenteil. Das ist ja was Schönes, wenn die Leute mich erkennen. Das freut mich auch, das ehrt mich auch, also von daher, wie gesagt, ich genieß das in vollen Zügen. Ich liebe jeden einzelnen meiner Fans, weil sie so viel für mich tun und ich bin immer zu 100% bei denen.

Pop100: Was können deine Fans auf der jetzt anstehenden Tour jetzt erwarten?

Daniele: Es gibt auf jeden Fall wieder 100% Daniele Negroni. Es gibt das neue Album „Bulletproof“. Das wird komplett gespielt mit Live-Band. Dann hab ich eine Vor-Tanzgruppe, Tänzer von Detlef D! Soost. Das ist wie so eine Art Vorband, die heizen ein bisschen ein, bevor ich dann auf die Bühne komme. Ich möchte nicht allzu viel verraten, denn sonst hat die Show ja gar keinen Reiz mehr. Das sind aber die grundlegenden Dinge, die ich schon nennen kann

Pop100: Sind die Auftritte für dich schon Routine geworden oder bist du immer noch vor jedem einzelnen Auftritt aufgeregt?

Daniele: Nee, aufgeregt nicht. Ich freu mich immer auf die Bühne zu kommen und endlich wieder singen zu dürfen, weil man auf der Bühne frei ist. Du kannst machen, was du willst. Auf der Bühne bin ich mein eigener Chef. Auf der Bühne darf ich entscheiden, was ich für eine Show mache. Und da bin ich einfach ich selbst, ich kann zeigen was ich drauf hab. Also, Angst hab ich nicht. Ein bisschen aufgeregt ist man immer. Das gehört aber auch dazu und ist auch gut so. Das meiste ist eigentlich mit Freude verbunden!

Pop100: Die Erfolgsrate von DSDS-Teilnehmern ist meistens sehr niedrig. Warum hast du dich trotzdem für DSDS entschieden?

Daniele: Weil ich weiß, dass es geht, wenn man es anders macht.

Pop100: Was machst du denn anders als die Anderen?

Daniele: Ich würde jetzt einfach mal behaupten, ich arbeite sehr viel dafür, dass es funktioniert. Ich sitze nicht zuhause und warte, dass die Auftritte zu mir kommen, sondern ich tue was dafür. Ich versuche meine Auftritte so rüber zu bringen, dass die Leute sagen: „Hey, der Typ war der Hammer!“ Ich arbeite auch hinter den Kulissen. Wie zum Beispiel mit Facebook und Twitter, wo ich sehr aktiv bin. Es ist halt einfach so, dass, wenn man was dafür tut und wenn man will, dann geht das schon. Also wenn man nur zuhause sitzt und darauf wartet, dass was geht, dann ist man halt sehr schnell wieder weg.

Pop100: Glaubst du, dass Casting-Shows für Musiker der beste Weg zu Bekanntheit oder Erfolg sind?

Daniele: Es gibt bestimmt noch viele, viele andere Wege bekannt zu werden oder in die Öffentlichkeit zu treten. Aber ich würd schon sagen, dass Casting Shows die beste Möglichkeit sind von einem Noname zum Star zu werden. Das hat auch DSDS schon geschafft. Nimm nur das Beispiel Pietro (LOMBARDI). Der kam da hin und am Anfang kannte den keiner. Der Typ ist erstens Mal ein Hammer Kerl und zweitens Mal tut der genauso viel dafür, dass er weiterhin Musik machen kann. Und der ist jetzt schon vier Jahre im Geschäft und macht immer noch Musik.

Pop100: Die Quoten von DSDS sind gesunken. Wie glaubst du wird die Zukunft des Formats aussehen?

Daniele: Es wird wieder besser werden, glaube ich.

Pop100: Ja, meinst du?

Daniele: Es ist ja immer so, dass man, sag ich mal so in Anführungsstrichen eine Flaute hat und die Quoten dann mal sinken. Aber ich sag, dass das auch wieder besser wird bei DSDS. Also, ich könnte mir vorstellen, dass sich 2014 einiges ändern wird.

Pop100: Was sollte sich denn ändern?

Daniele: Diese Leute, die beim Casting immer denken, sie könnten singen und das eigentlich nicht drauf haben, die würd ich niemals zeigen im Fernsehen. Die machen die Show doch schlecht. Das zeigt doch in der Show direkt: „Okay, wir sind Deutschland sucht den Superstar“, aber das hat nichts mit „Superstar“ zu tun. Ein hammermäßiges Casting-Format, ich will dafür jetzt keine Werbung machen, ist zum Beispiel „The Voice of Germany“. Weil bei dieser Casting-Show nur Leute sind, die singen können. Aber bei DSDS da hast du, wie zum Beispiel bei der Staffel von letztes Jahr, beim Casting keinen einzigen gesehen, der singen konnte. Da waren nur Leute, die sich, sagen wir mal in Anführungsstrichen, zum Affen gemacht haben. Nichts anderes hast du da gesehen. Du hast nur ganz kurz mal einen Ausschnitt von Ricardo gesehen, wie er da im Casting war. Dann hast du Lisa ganz kurz gesehen und dann noch zum Beispiel Beatrice, auch nur ganz kurz. Es gab schon ein paar, aber überwiegend waren es nur, in Anführungsstrichen, Deppen. Idioten. Die singen dann da, obwohl sie’s halt nicht können. Und das war der größte Fehler der diesjährigen Staffel, dass kaum Sänger gezeigt wurden. Deswegen hat sich das keiner mehr angeguckt.

Pop100: Aber das war doch in den vorhergegangen Staffeln auch so.

Daniele: Also, ich würde diese Leute gar nicht zeigen. Das Ding ist ja, wir wollen in Deutschland mit der Casting-Show DSDS die deutsche Musikwelt voranbringen. Wir möchten, dass man gute Musik hört in Deutschland. Dass die Künstler aus Deutschland vielleicht auch mal bekannt werden. Das man sowas mal hinkriegt, aber das klappt halt nicht, wenn man nur die zeigt, die nicht singen können.

Pop100: Haben DSDS oder RTL dich darauf vorbereitet, dass du jetzt so viel Kontakt mit Medien hast? Musstest du irgendwelche Medien-Coachings machen, um dich auf die Interviews vorzubereiten?

Daniele: Nee, das kommt alles aus dem Bauch. Das kommt alles von mir! Ich lass mir doch kein Coaching geben für Interviews! Es braucht mir keiner etwas vorzusagen. Also, wenn sich das jemand traut, dann war das die kürzeste Zeit, die er mit mir zusammengearbeitet hat. Das Ding ist ja, in einem Interview soll ich ja ehrlich sein. In einem Interview möchte ich den Leuten sagen, was ich gerade denke in diesem Moment oder was ich gerade fühle. Deshalb wäre es nicht gut, wenn mir jemand ein Coaching dafür geben würde, wie ich mich zu verhalten habe!

Pop100: Und wie fühlst du dich, wenn du die Sachen über dich in den Magazinen oder im Internet siehst? Ist das komisch für dich?

Daniele: Das ist ein cooles Gefühl irgendwie. Es ist schon immer mein Traum gewesen, mal in der Bravo zu sein. Ich glaub es kann mir keiner auf dieser Welt sagen, dass er nicht mal gerne in einer Zeitschrift zu sehen sein würde. Oder nicht gern mal ein Poster von sich in der Hand halten möchte. Das ist schon cool, mal so einen Flyer von dir zu sehen, der irgendwo an der Straße hängt. Das ist erst seit Neustem, aber in den Burger Kings gibt’s doch diese Fernseher. Und mit denen haben wir einen Vertrag abgeschlossen. Ich lauf ab jetzt im Burger King! Du bist grad essen mit deinen Kumpels, isst gerade einen Burger und auf einmal ist dein Musikvideo einfach über dir im Fernseher. Das ist einfach eine schöne Sache und du freust dich darüber. Und auch, wenn du dich auf VIVA siehst oder, wie gesagt, in den Zeitschriften. Das zeigt halt immer, wie viel man dafür tut.

Pop100: Und was ist, wenn mal was Negatives steht irgendwo?

Daniele: Gar nicht lesen, einfach lassen. Ich beachte nur die positiven Dinge.

Pop100: Was können wir in Zukunft noch von Daniele erwarten?

Daniele: Ich hoffe mal noch jahrelange Musik, oder? Ich weiß noch nicht zu viel über das nächste Jahr, 2014. Ich weiß auch noch nicht, wie das aussieht mit dem 3. Album und der nächsten Single. Wir haben gesagt, also sowohl das Management, als auch ich, dass wir unbedingt erst mal die Tour und die Auftritte für dieses Jahr beenden möchten. Erst wenn das alles durch ist, wird geplant.

Pop100: Kannst du dir auch vorstellen selber Songs für das Album zu schreiben oder hast du sogar schon welche geschrieben?

Daniele: Absolut, klar! Wenn jetzt noch ein Album kommt, dann werden auf jeden Fall auch eigene Songs drauf sein.

Tourdaten

12.07.13 Mannheim / Alte Seilerei
13.07.13 Regensburg / Donau Arena
07.09.13 Ingolstadt / Eventhalle Westpark
08.09.13 A- Wien / WUK
09.09.13 München / Backstage
10.09.13 Frankfurt / Batschkapp
11.09.13 Bochum / Zeche
12.09.13 Hamburg / Knust
13.09.13 Köln / Luxor
14.09.13 Berlin / Franz
27.09.13 Erfurt / Alte Oper
29.09.13 Stuttgart / Wagenhallen
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