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Pop-Dialog vom 20.04.2013
Unsere deutschen Fans sind erstklassig!
Spätestens seit dem Videoerfolg des Covers von “Sombebody that I used to know” haben Walk off the Earth einen vollen Terminkalender. Die kanadische Indie-Band hat im März dieses Jahres nicht nur ein Album veröffentlicht, sondern ist auch durch Canada, die USA und Europa getourt.
Vor ihrer letzen Europa-Show im E-Werk in Köln nahmen sich Ryan Marshall (Gesang, Gitarre, Trompete, Bass, Mundharmonika) und Mike Taylor (Keyboard, Background), besser bekannt als „Beard Guy“, noch Zeit für ein Interview.

Pop100: Wie fing Walk off the Earth an? Wer waren die ersten Mitglieder? Ihr wart ja nicht immer in dieser Konstellation, oder?

Marshall: Gianni und ich haben uns vor ungefähr sieben Jahren kennen gelernt und wir haben als Trio angefangen. Und dann fingen wir damit an andere Mitglieder in die Band zu bringen. Wir kommen alle aus derselben Stadt, in der Nähe von Toronto und alle waren in unterschiedlichen Bands und wir haben einfach die Basis von Walk off the Earth kreiert.
Taylor: Was sie getan haben ist, dass sie drei andere Bands aufgelöst haben, um Walk off zu bilden. Sarah, Joel und ich selbst haben alle in unterschiedlichen Bands gespielt.

Marshall: Also haben wir sie gestohlen.

Pop100: Was dachtet ihr, als das Gotye-Cover sich verbreitete? Wusstet ihr, dass ihr es geschafft hattet oder hattet ihr Angst nur ein Onehit-wonder zu sein?

Marshall: Wir hatten nicht wirklich vor etwas Angst. Ich glaube aber auch nicht, dass wir gedacht haben, wir hätten es geschafft. Wir haben es nicht für viel anders als jedes andere Video gehalten, als wir es rausgebracht haben, aber offensichtlich hat es sich im Internet gut gemacht. Und glücklicherweise hat es etwas Aufmerksamkeit auf unsere eigene Arbeit gebracht, die den Fans wirklich zu gefallen scheint, der Anzahl der Views nach. Darüber waren wir ziemlich glücklich.

Pop100: R.E.V.O. ist seit letztem Monat draußen. Sind die Songs von persönlichen Geschichten inspiriert?

Marshall: Sarah war erst seit ein paar Monaten wirklich in der Band als wir mit R.E.V.O. angefangen haben, also war es interessant, weil Gianni und ich schon seit vielen Jahren miteinander geschrieben hatten und dann mit Taylor und Joel und Sarah an einem Album zu arbeiten. Ich glaube es war ein bisschen von jedem Einfluss beteiligt, wenn es um den Stil der Musik geht und dann sind die Texte irgendwie durch uns drei geflossen.

Pop100: Und was ist euer Lieblingssong davon?

Marshall: Oh, was ist dein Lieblingssong, Mike Taylor?

Taylor: Ich mag- Nein, zuerst muss ich sagen, das ist eine schwierige Frage. Das ist so als müsse man sein Lieblingskind auswählen und das sollte man niemals tun, aber ich mag “No ulterior motives”. Ich finde einfach, es ist ein wundervoller Song! Es ist unmöglich schlechte Laune zu haben, wenn man das Lied entweder spielt oder hört.

Pop100: Ihr habt nicht nur ein Album rausgebracht, ihr seid auch durch die Welt getourt. Wo wart ihr?

Marshall: Also im letzen Jahr, Taylor hilf mir dabei, waren wir in Japan, Singapur. Sollen wir alle europäischen Länder aufzählen?

Taylor: Durch ganz Europa. Türkei, Deutschland. Wir sind ausgedehnt durch die USA und Canada getourt. Das ist eins der großartigen Dinge daran in einer Band zu sein! Man hat die Chance die Welt zu sehen und manchmal sogar aus einer privilegierten Perspektive.

Pop100: Seht ihr wirklich etwas von der Welt oder nur die Konzerthallen?

Taylor: Ja, wir bekommen so zwei Stunden Momentaufnahmen von allen Städten. Wir haben nicht viel Zeit, aber meistens können wir, wenn wir Glück haben, zwei oder drei Stunden herauskratzen, in denen wir uns die Städte angucken können.

Pop100: Und was ist das beste Land in dem ihr bisher wart?

Taylor: Das kann nur Deutschland sein!

Marshall: Ja!

Pop100: Ehrlich?

Taylor: Meine Mutter kommt aus Deutschland und wir haben eine ausgedehnte Familie in ganz Deutschland. Deshalb ist es für mich etwas besonderes, dass die deutschen Leute so schnell auf uns reagiert haben wie sie es getan haben. Sie sind so tolle Fans und das ist besonders für mich.

Pop100: Und wo seid ihr am erfolgreichsten?

Marshall: Es ist ein Unentschieden zwischen Kanada und Deutschland und die USA ist wahrscheinlich auch ganz oben, aber unsere deutschen Fans sind schon etwas anderes. Wir spielen diese Shows für über 2000 Leute und die Reaktion darauf ist wie nirgends woanders auf der Welt, also würde ich sagen, unsere deutschen Fans sind erstklassig.

Pop100: Und das sagt ihr nicht einfach so?

Marshall: Nein, das sagen wir definitiv nicht einfach so!

Taylor: Du kannst selbst nachschauen. Geh auf unsere Social Media-Seiten. Da gibt es wahrscheinlich ein dutzend von diesen Walk off the Earth-Fanseiten, die von deutschen Fans allein betrieben werden. Weißt du, es gibt viele von diesen Fanseiten, die einfach auftauchen, aber wenn du dir unsere Social Media anguckst, ist da eine enorme Anzahl an Reaktionen, die speziell aus Deutschland kommt. Also, wenn du nicht glaubst, was wir sagen, guck es dir an!

Marshall: Genau. Wir machen Interviews mit Leuten aus England und den USA und Canada und die fragen uns „Wo ist eure beste Fanbase?“ Und wir sagen es ihnen: In Deutschland.

Taylor: Der einfachste Weg das abzusichern ist, sich unseren Tourplan anzusehen. Guck wie viele Termine wir in Deutschland haben und wie viele überall sonst. Ich wette mit dir, mehr als die Hälfte der Termine ist allein in diesem Land.

Marshall: Ja, von August bis heute hatten wir, glaub ich, 16 Shows in Deutschland.

Taylor: Was mehr wäre, als wir irgendwo sonst gespielt haben!

Marshall: Mehr als wir in Kanada gespielt haben. Die USA hat wohl mehr, aber nur weil sie so groß ist.

Taylor: Aber nicht viel mehr!

Marshall: Ja, und nicht mit dieser Anzahl von Menschen!
Und was ist noch geplant? Andere Länder?

Marshall: Das ist unsere letze Show in Deutschland heute Abend und dann fliegen wir nach Hause und haben eine Show in Toronto und dann eine in New York. Und dann nehmen wir uns ein paar Monate frei von den Shows bis die Festivals im Sommer beginnen.

Pop100:In den USA oder Kanada?

Marshall: Beides. In den USA und Kanada, ein paar andere, die wir noch nicht ankündigen können, in verschiedenen Ländern.

Pop100: Haben sich wegen Sarahs Schwangerschaft Pläne verändert.

Marshall: Nein. Weißt du, wir hatten geplant die Europa-Tour zu machen und zurückzukommen, um ein paar lokale Shows zu spielen. Und es ist sowieso nicht so gut vor den Festivals zu sehr zu touren, also passte es irgendwie ganz gut rein.

Taylor: Wir sind auch eine andersartige Band. Wir verwenden viel Zeit und Energie darauf Videos zu machen, wie du wahrscheinlich weißt. Und das können wir nicht auf die selbe Art machen, wenn wir unterwegs sind. Also werden wir zwar nicht draußen spielen, aber zuhause härter arbeiten und Videos machen.

Pop100: Wie habt ihr auf die Schwangerschaft reagiert?

Marshall: Sehr begeistert. Wir haben uns wirklich für sie gefreut! Wir sind eine sich wirklich nahestehende Band, sogar mit unserer Crew. Es ist wie eine große Familie. Und die Art von Persönlichkeiten, die Sarah und Gianni haben… Es ist nichts über das einer von uns sich je Sorgen machen würde.

Pop100: YouTube hat euch berühmt gemacht. Wie haben Medien eure Karriere noch vorangetrieben?

Marshall: Also, Soziale Medien haben unsere Karriere definitiv vorangebracht, denke ich.

Taylor: Das YouTube-Video ging raus, aber es waren die anderen Facetten der Sozialen Medien, die ihm seine Likes gegeben haben. Es begann auf Twitter zu trenden und ging auch durch Facebook.

Marshall: Ja, aber nicht nur das Gotye-Video, soziale Medien generell. Wir haben uns darauf wirklich vor dem Video konzentriert. Darum hatte das Video so große Chancen, weil wir eine so große Anhängerschaft in den sozialen Medien hatten und auch heute noch bleiben wir durch soziale Medien in Kontakt mit unseren Fans. Wir überbrücken irgendwie die Distanz davon wie groß diese Welt ist, indem wir durch das Internet mit unseren Fans in Kontakt bleiben und solche Sachen.

Pop100: Aber ihr seid es auch, welche die Facebook-Posts beantwortet?

Marshall: Ja

Pop100: Weil es immer so schnell geht.

Taylor: Du kannst es an den ganzen Grammatikfehlern erkennen, die da sind. Meistens sind wir nach der Show im Ankleideraum und checken Facebook und antworten einfach. Und die Leute freuen sich über die Show und wir antworten ihnen Minuten nachdem wir von der Bühne gekommen sind.

Pop100: Glaubt ihr, dass andere Bands das auch machen oder ist das etwas Besonderes an euch?

Taylor: Jede Band ist anders. Wir haben uns aus einem anderen Gebiet herausgebildet als die Bands, die zehn Jahre vor uns kamen und etablierte Künstler sind, also ist das einfach die Kultur, die wir in Walk off entwickelt haben. (…) Sie (unsere Fans) sind unsere Freunde und Familie und wenn sie nicht wären, dann wären wir nicht da, wo wir jetzt sind, also ist das sehr wichtig für uns!

Pop100: Und glaubt ihr, dass Radio, TV und Print immer noch wichtig sind oder ersetzt das Internet sie?

Marshall: Oh, ich glaube sie sind auch heute noch sehr wichtig. Vor allem Radio. Ich glaube nicht, dass wir uns in eine radiofreie Welt bewegt haben. Ich meine, es gibt jetzt viel mehr Zugänge. Internetradio, Streaming und Serien, Satellitenradio, aber es ist immer noch eine Radio-Welt. Das sieht man, wenn man sich Itunes-Charts und Billboard und solche Sachen anguckt. Deshalb ist es für uns sehr wichtig an dieser Welt beteiligt zu sein.

Pop100: Er ist jetzt nicht hier, aber könnt ihr mir ein bisschen von Joel erzählen? Er ist immer so still und wir wissen kaum etwas über ihn.

Marshall: Ja, er ist einer der besten Schlagzeuger, die ich je gesehen habe, er ist unglaublich musikalisch und er ist total witzig.

Taylor: Er hat ein wirklich gutes Gespür für die Technik, die heutzutage in der Musik erhältlich ist, also ist er im Studio und mit Dingen
dieser Art sehr gut.
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