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laut.fm
Musik ist, was du draus machst!

User Generated Radio made in Konstanz

Die Digitalisierung im Radio-Bereich schreitet rasant voran, längst gibt es tausende Streams von Sendern im Netz und mit dem vom US-Medienriesen CBS aufgekauften last.fm tummelt sich dort auch ein prominenter Vertreter, bei dem die User das Programm selbst mitbestimmen können. Auf wörtlich gesprochen lauten Sohlen nähert sich seit letztem Jahr nun auch ein nationaler Konkurrent dieser Sphäre an: laut.fm. Auf dem Portal des gefragten Webzines laut.de können sich die Hörer als Radiomacher selbst verwirklichen, gleichzeitig profitieren aber auch die Künstler von der urhebergerechten Verbreitung ihrer Musik im Web 2.0-Universum wurde also ein neuer Stern geboren. Ein kosmisches Porträt.

Begonnen hat alles im Jahr 2005, als laut.fm die Playlist seines neuen Internet-Radios noch selbst und nach eigenem Geschmack erstellte und damit nur erst nur kleine Funken sprühen konnte. Man wollte eine Alternative zum alltäglichen "Dudelfunk" schaffen, Konkurrenz-Gründe führten dann aber zu der Entwicklung einer innovativeren Idee, die wieder stärker den Mensch hinter der Maschine ins Licht rücken möchte. Im April 2008 erfuhr dieses Webradio einen Relaunch als User Generated Radio und versteht sich seitdem als Verfechter der sozialen Beziehungen und Interaktionen im Web.

Was macht nun aber seine Leuchtkraft aus? Das Prinzip ist simpel und doch raffiniert: Jeder Hörer mit Internet-Zugang kann selbst DJ sein. Das ist ein sehr demokratischer Zug, denn die Parole lautet nun: Beschwer dich nicht über den Verfall des UKW-Programms, mach es selbst besser! Das Individuum selbst steht im Mittelpunkt und kann seine Persönlichkeit in Form eigener Sendepläne frei entfalten. In diesem Punkt besteht der Hauptunterschied zu last.fm, dessen Programm weiterhin vom Computer bestimmt und lediglich mit Hilfe von Clickrates an den Geschmack des Users angepasst wird.

Dass die meisten DJs von laut.fm aus der Blogger-Sphäre kommen verwundert nicht, sind sie es doch bereits gewohnt sich auf Plattformen wie MySpace selbst darstellen zu können. Um Kosten müssen sie sich dabei (noch) keine Sorgen machen, denn das Angebot ist gratis und dabei trotzdem auch im Sinne der Musikindustrie. Die GEMA- und GVL-Gebühren werden brav von der Laut AG abgeführt und im Gegenzug werden in den einzelnen Streams Werbungen geschaltet. Natürlich hat das visionäre laut.fm große Pläne, weshalb in Zukunft die Werbemaschinerie wohl kräftig angekurbelt wird um noch mehr User auf das Webradio und sein Mutterportal zu locken.

Der Eintritt in die laut.fm-Welt ist wie gesagt kinderleicht: Jeder radiowillige User muss zunächst eine Bewerbung einreichen, da sich das Radio noch in der Beta-Phase befindet und einen Großansturm nicht verkraften würde. An sich ist jeder willkommen, der mit Herz dabei ist. Genau das ist die Agenda des Vorstands Rainer Henze, der sogar selbst einen Stream führt (Wer ihm mal ein Ohr leihen möchte klickt sich in die Station krautland). Im nächsten Schritt kann der DJ entweder eigene Musik bzw. Moderationen u.Ä. hochladen oder sich vom Pool bereitgestellter Dateien bedienen. Daraus werden mindestens einstündige Playlisten erstellt, die in einem eigenen Sendeplan arrangiert werden können. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, weshalb sich unter den ca. 570 Stationen fast alles Denkbare finden lässt von Seemannsliedern über mittelalterliche Marktmusik und Stationen, die sich bestimmten Themen widmen. Das alles sind Spartenradios, die sich nie im kommerziellen Leben behaupten könnten aber bei laut.fm liebevoll aufgenommen werden.

Aber auch das Internet-Radio der Zeitschrift Neon findet sich unter den zahlreichen Stationen, weshalb deutlich wird was für einen Stellenwert laut.fm bzw. laut.de bereits innehat. Der Vorteil dieser Internet-Präsenz liegt eben darin, dass sie nicht wie der Konkurrent last.fm oder auch das traditionelle UKW-Radio automatisch erstellte Streams abspulen, sondern ein direkter Kontakt zum Hörer hergestellt und ein ganz anderes Verhältnis aufgebaut wird. Das Programm ist nicht nur personalisiert, sondern eine Eigenkreation und ein Produkt von Menschen für Menschen. Deshalb geht laut.fm über den Status eines Sende- bzw. Verbreitungsmediums hinaus und katapultiert sich zu den Kollegen im Web-2.0-Kosmos. Weiterhin guten Flug, wir werden deinen Weg beobachten.

laut.fm im Netz: www.laut.fm/
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